Historie der FHJB

Jochen Dornbusch :

"Eigentlich fing die ganze Geschichte vor fast 40 Jahren an. Im Radio lief ein Jazztitel mit einer Tuba (ich war verrückt nach dem Ding!) und lauter Gags dazu. Die Ansagerin erzählte anschliessend etwas von einer "Firehouse Five Plus Two". Seitdem liessen mich die Jungs aus Kalifornien nicht mehr los und es war nur eine Frage der - allerdings sehr langen - Zeit, bis ich selbst einmal etwas Ähnliches spielen durfte. Irgendwie ein Jugendtraum, naja...

Anfang der 90er hatte ich oft in Braunschweig Gigs mit Jochen Breitfeld zu spielen, damals schleppte ich noch das schwere Sousaphon mit mir herum. Mit Jochen Breitfeld gab es häufig lange Erörterungen, wann und wie man das Firehouse - Projekt denn umsetzen könnte. Aus den verschiedensten Gründen wurde erst sehr viel später, nämlich Ende 1999, etwas aus den Plänen .

Ich machte mich daran, die CDs und LPs der FH5 + 2 für Transcripte oder wenigstens Harmonie - Schemen und Abläufe zu analysieren. Immerhin sind das weit über 100 Nummern, von denen wir einen grossen Teil nun für die Firehouse Jazzband vorliegen haben. Die Mannschaft der ersten Stunde umfasste Jochen Breitfeld, Mike Bödecker, Uwe Hobein, Cliff Hacker und mich. Lange mussten wir nach einem Pianisten und einem Posaunisten suchen, bevor die Mannschaft komplett war. Dann hiess es: Üben, üben und nochmal üben.

Dieser Firehouse Five Plus Two - Stil ist schon etwas anders als das Standard - Repertoire einer normalen Dixieland - Band und jeder von uns durfte sich die alten Aufnahmen wieder und wieder anhören. Das ist übrigens bis heute so geblieben. Man entdeckt immer wieder etwas, das man den alten Herren noch ablauschen kann.

Damit sind wir aber schon beim nächsten Thema: Zeit. Wie bei unserem grossen Vorbild, gibt es auch hier nur Musiker, die in ihrem Hauptberuf nichts mit der Musik zu tun haben. Da klappt eben nicht alles so schnell, wie man es gerne hätte, nicht jeder kann jederzeit vollen Einsatz für die Band bringen. Und so gehen wir eigentlich auch erst jetzt, 2003, an den Markt. Trotzdem macht das Ganze richtig Spass.

Ach ja, das ist auch immer noch so eine Sache: Ein Musiker, der nicht über eine deftige Portion Humor verfügt, könnte bei uns niemals mitspielen. Die FH5 +2 - Mannschaft rekrutierte sich aus Disney - Personal, das sagt schon Einiges. Die Band nehmen wir natürlich irgendwo ernst, allerdings einen Purismus in Sachen Musik kann man uns wirklich nicht nachsagen. Wir wollen die Leute einfach (?) nur unterhalten, und wenn uns das gelingt, sind wir zufrieden. "

Im Oktober 2003